1798
Lyrical Ballads
Überblick↑
Die Gedichtsammlung Lyrical Ballads, with a Few Other Poems erschien erstmals 1798 und entstand gemeinsam mit William Wordsworth. Sie gilt weithin als Beginn der englischen Romantik in der Literatur. Die Aufmerksamkeit der Kritik fiel anfangs gering aus, doch beeinflusste das Werk die englische Dichtung nachhaltig. Das Vorwort der Ausgabe von 1800 wird als Manifest der englischen Romantik angesehen.
Inhalt (ohne Spoiler)↑
Versammelt sind in dieser Sammlung Gedichte und Balladen, die sich einfachen Menschen und ländlichen Schauplätzen zuwenden. Die meisten Stücke stammen von William Wordsworth. Samuel Taylor Coleridge steuerte nur vier Gedichte bei, die jedoch rund ein Drittel des Umfangs ausmachen. Zu seinem Anteil gehört auch das umfangreiche Eröffnungsgedicht The Rime of the Ancyent Marinere, die Erzählung eines alten Seemanns.
Die Gedichte behandeln Bettler und Wanderer, Kinder und alte Menschen, Naturszenen und stille Augenblicke. Manche sind als Gespräche angelegt, andere als kurze Balladen. Wer die Sammlung zur Hand nimmt, findet eine Folge eigenständiger Stücke, die sich der Sprache und dem Leben gewöhnlicher Leute widmen.
Die Handlung im Detail↑
Aus zwei Federn stammt die erste Auflage von 1798. William Wordsworth schrieb die große Mehrheit der Gedichte, während Samuel Taylor Coleridge nur vier Stücke beitrug. Diese vier nehmen wegen ihrer Länge etwa ein Drittel des Bandes ein. Die Sammlung eröffnet mit Coleridges The Rime of the Ancyent Marinere, der Geschichte eines alten Seefahrers. Von Coleridge stammen außerdem The Foster-Mother's Tale, The Nightingale und The Dungeon.
Die übrigen Gedichte von Wordsworth reihen verschiedene Schauplätze und Gestalten aneinander. Darunter sind Stücke wie The Female Vagrant, Goody Blake and Harry Gill, Simon Lee, the old Huntsman, We are Seven, The Idiot Boy und The Mad Mother. Den Abschluss der Erstausgabe bilden die Lines written a few miles above Tintern Abbey.
Im Jahr 1800 folgte eine zweite, erweiterte Auflage. Sie umfasste nun zwei Bände, enthielt zahlreiche weitere Gedichte von Wordsworth und das berühmt gewordene Vorwort. Der zweite Band brachte unter anderem Michael, Ruth, Lucy Gray und die Poems on the Naming of Places. In den Folgeauflagen von 1802 und 1805 wurden die Gedanken des Vorworts in einem Anhang unter der Überschrift Poetic Diction weiter ausgebaut.
Stil↑
Einzelne Stücke sind als Gespräch angelegt, so etwa The Nightingale als „Conversational Poem". Die im Vorwort der Ausgabe von 1800 entwickelten Grundsätze wurden in den späteren Auflagen unter dem Stichwort der dichterischen Sprache, der Poetic Diction, weiter entfaltet. Coleridges Beiträge fallen durch ihren größeren Umfang auf und prägen den Eindruck des Bandes mit.
Rezeption↑
Zunächst nur wenig beachtet wurde die Sammlung von der zeitgenössischen Kritik. Mit der Zeit jedoch entfaltete sie eine maßgebliche Wirkung auf die englische Literatur und Dichtkunst. Heute gilt das Werk gemeinhin als Anfang der englischen Romantik. Das Vorwort der zweiten Auflage von 1800 wird als Manifest dieser literarischen Bewegung verstanden.
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