Meisterwerke der Worte
MEISTERWERKE DER WORTE
Das Lexikon der klassischen Literatur
MEISTERWERKE DER WORTE
Das Lexikon der klassischen Literatur
Autoreneintrag · Jean Racine
Eingang · Autoren · Jean Racine
Porträt Jean Racine
Jean Racine
1639 – 1699
– Autorenporträt –

Jean Racine

1639 – 1699 · 59 Jahre

Größter Tragödiendichter der französischen Klassik, dessen Verse für Eleganz und Musikalität bis heute als beispielhaft gelten.

Kurzporträt

Jean Racine wurde am 22. Dezember 1639 in La Ferté-Milon geboren und starb am 21. April 1699 in Paris. Er zählt zu den bedeutendsten Autoren der französischen Klassik. Den Franzosen gilt er als ihr größter Tragödiendichter neben Pierre Corneille, von vielen sogar noch vor ihm. Sein Werk prägte das französische Theater bis weit in das 19. Jahrhundert hinein. Berühmt sind seine Verse für ihre Eleganz und Musikalität. Seine Stücke rühmt man für die unerreichte Intensität, mit der sie menschliche Gefühle auf die Bühne bringen.


Biografie

Jean Baptiste Racine wurde am 22. Dezember 1639 in La Ferté-Milon im Königreich Frankreich geboren. Er starb am 21. April 1699 in Paris.

Racine arbeitete zeitlebens als Schriftsteller. Laut der Deutschen Biographie war er Dramatiker, Librettist, Geschichtsschreiber und Lyriker. Wikidata führt ihn zusätzlich als Übersetzer. Mit dem Dichter Louis Racine ist er familiär verbunden.

Über die einzelnen Stationen seines Lebens enthält das vorliegende Material keine weiteren gesicherten Angaben.


Literarische Merkmale

Racines Verse galten und gelten als beispielhaft in ihrer Eleganz und Musikalität. Seine Darstellung der Gefühle erschien den Zeitgenossen und späteren Lesern als kaum zu übertreffen an Intensität.

Als meisterhaft gilt vor allem seine Kunst, Spannung zu erzeugen. Er gewinnt sie nicht aus einer äußerlich bewegten Handlung, sondern aus den inneren Konflikten der Figuren und deren Entwicklung. Die dramatische Wucht entsteht bei ihm im Inneren der Personen, nicht im Geschehen auf der Bühne.


Rezeption

Racine hat die französischen Dramatiker neben ihm und nach ihm bis ins 19. Jahrhundert hinein stark geprägt. Sein Einfluss auf das französische Theater reichte über mehrere Generationen.

Auch die Musik nahm seine Texte auf: Gabriel Fauré vertonte eines seiner geistlichen Lieder.

Im deutschen Sprachraum scheint Racine nicht übermäßig bekannt geworden zu sein, obwohl die meisten seiner Stücke übersetzt und auch aufgeführt wurden. Goethe kannte die Iphigénie. Schiller übertrug kurz vor seinem Tod die Phèdre. Diese Spuren zeigen, wie sehr selbst die Weimarer Klassiker ihn wahrnahmen. Beim deutschen Publikum wurde er aber nicht so populär wie in Frankreich.

Mitglieder des YouTube-Kanals erhalten das ganze Lexikon als PDF zum Download – zum Sammeln, Offline-Lesen und Ausdrucken. Mitglied werden →

Aus dem Werkverzeichnis

Im Lexikon

Weitere Werke (Auswahl)

Vollständiges Werkverzeichnis bei Wikipedia (3 weitere Titel)

meisterwerke-der-worte.de · Auszug aus dem Lexikon · Alle Rechte vorbehalten