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Porträt Henrik Ibsen
Henrik Ibsen
1828 – 1906
– Autorenporträt –

Henrik Ibsen

1828 – 1906 · 78 Jahre

Norwegischer Dramatiker und einer der Begründer des Modernismus im Theater – nach Shakespeare bis heute der weltweit am häufigsten aufgeführte Bühnenautor.

Kurzporträt

Henrik Johan Ibsen (1828–1906) war ein norwegischer Dramatiker und Lyriker. Er gilt als einer der Begründer des Modernismus im Theater. Nach Shakespeare ist er bis heute der weltweit am häufigsten aufgeführte Dramatiker. Zu seinen wichtigsten Stücken zählen Brand, Peer Gynt, Nora oder Ein Puppenheim, Gespenster, Ein Volksfeind, Die Wildente, Rosmersholm, Hedda Gabler, Baumeister Solness, John Gabriel Borkman und Wenn wir Toten erwachen. Die meisten dieser Dramen spielen in bürgerlichen norwegischen Milieus. Oft greifen sie Motive aus Ibsens Geburtsstadt Skien und aus seinem eigenen Familienkreis auf.


Biografie

Henrik Johan Ibsen wurde am 20. März 1828 geboren. Aufgewachsen ist er in Skien in einer patrizischen Kaufmannsfamilie. Bei der Angabe des Geburtsortes weichen die Quellen voneinander ab: Die Deutsche Biographie nennt Skien, Wikidata verzeichnet „Stockmanngården".

In den 1850er Jahren etablierte sich Ibsen in Norwegen als Theatermann. Den internationalen Durchbruch als Dramatiker brachten ihm in den 1860er Jahren die Stücke Brand und Peer Gynt. 1864 verließ er Norwegen. Die folgenden 27 Jahre lebte er im Ausland, vor allem in Rom, Dresden und München. In seine Heimat kehrte er in dieser Zeit nur selten und kurz zurück. Erst 1891 zog er dauerhaft nach Christiania.

In diesen langen Auslandsjahren entstanden seine berühmtesten Werke: Nora oder Ein Puppenheim, Gespenster, Ein Volksfeind, Die Wildente, Rosmersholm, Hedda Gabler und Baumeister Solness. Trotz der geografischen Distanz blieben fast alle seine Stücke in Norwegen verortet. Immer wieder griff er Motive aus seiner Geburtsstadt Skien und seinem Aufwachsumfeld auf.

Ibsen starb am 23. Mai 1906 im Alter von 78 Jahren. Auch beim Sterbeort widersprechen einander die Quellen: Wikidata nennt Christiania, die Deutsche Biographie Oslo.


Literarische Merkmale

Ibsens Schreibweise hat sich im Lauf seines Werks deutlich gewandelt. Bis zu Peer Gynt, seinem letzten in Reimform verfassten Drama, verband er Poesie mit Gesellschaftssatire und ließ realistische Szenen in surrealistische übergehen. In seinen späteren Stücken wechselte er zu einer realistischeren und stärker psychologischen Schreibweise. Gerade dieser Wandel gilt als einer der Gründe dafür, dass er als ein Begründer des Modernismus im Theater eingeordnet wird.

Kennzeichnend ist außerdem die Bindung an Norwegen. Auch in den langen Jahren, die er in Italien und Deutschland verbrachte, blieben fast alle seine Dramen dort angesiedelt, und zwar meist in bürgerlichen Milieus. Vielfach verarbeitete Ibsen Stoffe aus seiner Geburtsstadt Skien, aus dem eigenen Aufwachsumfeld und aus dem Familienkreis.


Rezeption

Henrik Ibsen ist nach Shakespeare bis heute der weltweit am häufigsten aufgeführte Dramatiker. Seine nachhaltigste Wirkung liegt in seiner Rolle als einer der Begründer des Modernismus im Theater. Dieser Einfluss reicht weit über Norwegen hinaus und prägt das moderne Sprechtheater bis in die Gegenwart.

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