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Werkseintrag · Bibliographie von Mark Twain
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Bibliographie von Mark Twain
– Werkseintrag –

Bibliographie von Mark Twain

· Sachbuch

Das Verzeichnis aller Werke des amerikanischen Humoristen – von den Büchern um Tom Sawyer und Huckleberry Finn über Reisebücher und Essays bis zu den Schriften aus dem Nachlass.

Überblick

Unter dem Stichwort Bibliographie von Mark Twain versammelt sich das gesamte schriftstellerische Werk von Samuel Langhorne Clemens. Er war ein amerikanischer Erzähler, Redner und Humorist und wurde unter dem Namen Mark Twain weltberühmt. Dazu zählen Romane, Reisebücher, Erzählungen, Essays, journalistische Arbeiten und nachgelassene Schriften. Im Zentrum stehen die beiden Bücher, die seinen Ruhm bis heute tragen: Die Abenteuer des Tom Sawyer und die Fortsetzung Die Abenteuer des Huckleberry Finn. Daneben gehören Werke wie Der Prinz und der Bettelknabe und Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof zum festen Bestand der Weltliteratur.

Inhalt (ohne Spoiler)

Die Werkübersicht ordnet Twains umfangreiches Schaffen in mehrere Gruppen. Den Kern bilden seine Romane und Reisebücher. Dazu kommt eine Auswahl seiner wichtigsten Erzählungen und Essays. Eine eigene Stelle nehmen Arbeiten ein, die zu Lebzeiten nur teilweise oder gar nicht im Druck erschienen sind. Dazu zählt die Kolumne Memoranda, die zwischen 1870 und 1871 monatlich in der Zeitschrift The Galaxy erschien. Dazu zählen auch Texte, die erst lange nach Twains Tod den Weg an die Öffentlichkeit fanden. Ergänzt wird das Bild durch zahlreiche Sammelausgaben mit Briefen, Aufsätzen und kurzen Stücken, die spätere Herausgeber zusammengestellt haben.

Die Handlung im Detail

Im Mittelpunkt der Bibliographie steht zunächst die Reihe von Romanen und Reisebüchern, mit denen sich Twain seinen Platz in der Literatur sicherte. Daran schließt sich eine Auswahl seiner wichtigsten Erzählungen, Essays und sonstigen Schriften an.

Eine besondere Rolle spielt die Autobiographie. Zwischen 1906 und 1907 veröffentlichte Twain unter dem Titel Chapters from My Autobiography 25 Folgen in der Literaturzeitschrift North American Review. Seit seinem Tod 1910 haben verschiedene Herausgeber daraus immer wieder neue Fassungen zusammengestellt: 1924 erschien eine zweibändige Ausgabe, besorgt von Albert Bigelow Paine, 1959 eine einbändige von Charles Neider. 1940 brachte Bernard DeVoto unter dem Titel Mark Twain in Eruption eine weitere Auswahl heraus. Zum hundertsten Todestag 2010 begann das Mark Twain Project unter Leitung von Harriet Elinor Smith eine groß angelegte Edition; der erste Band kam 2010 heraus.

Mehrere Texte erlebten ein eigenartiges Nachleben. Die kurze Erzählung A Murder, a Mystery, and a Marriage entstand 1876, wurde aber erst 1945 in einer kleinen, nicht autorisierten Auflage gedruckt; eine autorisierte Ausgabe erschien erst 2001. Das Theaterstück Is He Dead?, das Twain 1898 in Wien schrieb, wurde 2003 erstmals gedruckt und 2007 als Komödie in drei Akten auf die Bühne gebracht. Der Essay Concerning the Jews erschien zuerst 1899 in Harper's Magazine, wurde in den Band The Man That Corrupted Hadleyburg and Other Stories and Essays aufgenommen und 1934 bei Harper & Brothers veröffentlicht. Der Essay Queen Victoria's Jubilee aus dem Jahr 1910 blieb unveröffentlicht und wurde nur privat gedruckt.

Nach Twains Tod kamen zahlreiche Sammelbände heraus. What Is Man? and Other Essays geht auf eine ursprünglich anonym 1906 erschienene Schrift zurück und wurde 1917 überarbeitet veröffentlicht. 1919 brachte Boni und Liveright The Curious Republic of Gondour and Other Whimsical Sketches heraus, 1923 folgte Europe and Elsewhere unter Paines Herausgeberschaft. 1938 erschien The Washoe Giant in San Francisco in der Bearbeitung von Franklin Walker. 1946 stellte Bernard DeVoto The Portable Mark Twain zusammen, eine Auswahl von Texten und Briefen, die für den Gebrauch an Universitäten gedacht war und bis zum Ende des 20. Jahrhunderts immer wieder neu aufgelegt wurde. 1957 brachte Charles Neider die viel nachgedruckte Sammlung The Complete Short Stories of Mark Twain: Now Collected for the First Time heraus. 1962 veröffentlichte DeVoto die viel beachteten Letters from the Earth.

Weitere Sammelbände versuchten, das verstreute Spätwerk zu ordnen: Mark Twain's Satires & Burlesques (1967, hrsg. von Franklin R. Rogers), Mark Twain's Which Was the Dream? and Other Symbolic Writings of the Later Years (1967, hrsg. von John S. Tuckey), Mark Twain's Hannibal, Huck & Tom (1969, hrsg. von Walter Blair), Mark Twain's Mysterious Stranger Manuscripts (1969, hrsg. von William M. Gibson) und Mark Twain's Fables of Man (1972, ebenfalls hrsg. von Tuckey). Die frühen Texte sind in den von Edgar M. Branch und Robert H. Hirst betreuten Bänden Early Tales and Sketches zugänglich, deren erster 1979 (Texte von 1851 bis 1864), deren zweiter 1981 (1864 bis 1865) erschien. 1983 folgte Mark Twain Himself: Humor, War, and Fundamentalism, herausgegeben von William L. McLinn. Die Briefe Twains liegen in zahlreichen, oft mehrbändigen Ausgaben verschiedener Herausgeber vor, manche davon in mehreren Auflagen.

Stil

Die Bibliographie zeigt einen außerordentlich vielseitigen Autor. Twain bewegte sich mit gleicher Leichtigkeit im Roman, im Reisebuch, in der kurzen Erzählung, im Essay, im Theaterstück und in der Zeitungs- und Zeitschriftenspalte. Schon die regelmäßige Kolumne Memoranda in der Zeitschrift The Galaxy und die in Fortsetzungen gedruckte Autobiographie machen deutlich, wie eng sein Schreiben mit dem Zeitschriftenwesen seiner Zeit verbunden war. Charakteristisch ist auch, dass viele Arbeiten erst nach seinem Tod aus dem Nachlass zugänglich gemacht wurden. Das reicht von Satiren und Burlesken über symbolische Spätschriften bis zu den Erzählungen um den geheimnisvollen Fremden. Die schiere Zahl der Sammlungen, Auswahlbände und Briefausgaben zeigt einen Autor, dessen Schreiben in viele Richtungen ausgriff. Er hielt die Grenzen zwischen Belletristik, Reisebericht, Aufsatz und Journalismus durchlässig.

Rezeption

Twain galt schon zu Lebzeiten als einer der populärsten und produktivsten Schriftsteller seiner Heimat. Sein Nachruhm ruht vor allem auf den Romanen um Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Daneben behaupten sich Der Prinz und der Bettelknabe und Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof. Die andauernde Beschäftigung mit seinem Werk lässt sich an den vielen Editionen ablesen. Herausgeber wie Albert Bigelow Paine, Bernard DeVoto, Charles Neider, John S. Tuckey, Walter Blair, William M. Gibson und Edgar M. Branch legten sie über das 20. Jahrhundert hinweg vor. Mit dem 2010 begonnenen Großprojekt einer wissenschaftlichen Autobiographie-Ausgabe durch Harriet Elinor Smith und das Mark Twain Project hat die Aufarbeitung des Nachlasses einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Auch in literaturwissenschaftlichen Nachschlagewerken ist Twains Werk umfassend dokumentiert – etwa in R. Kent Rasmussens Critical Companion to Mark Twain.

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