1802 – 1885
Victor Hugo
Kurzporträt↑
Victor Hugo (1802–1885) war ein französischer Schriftsteller und Politiker. Er verfasste Gedichte, Romane und Dramen. Zugleich trat er als literarischer und politischer Publizist hervor. Mehrfach gehörte er als Angehöriger der Pairskammer dem französischen Parlament an, zunächst als Abgeordneter, später als Senator. Damit war er unmittelbar in die Politik seines Landes eingebunden. Neben Molière, Voltaire und Balzac gilt er vielen Franzosen als ihr größter Autor.
Biografie↑
Victor Hugo wurde am 26. Februar 1802 in Besançon geboren. Er starb am 22. Mai 1885 in Paris. Sein langes Leben fiel in eine Epoche tiefgreifender politischer Umbrüche in Frankreich. An diesen Umbrüchen nahm er aktiven Anteil. Mehrfach gehörte er als Angehöriger der Pairskammer dem Parlament an, zeitweise als Abgeordneter, später als Senator. Damit war er nicht nur Schriftsteller, sondern auch unmittelbar handelnder Politiker.
Neben seiner französischen Heimat werden ihm auch Bezüge zu Belgien und zum Vereinigten Königreich nachgewiesen.
Literarische Merkmale↑
Sein Werk lässt sich nicht einer einzigen literarischen Strömung zuordnen. Teile seines Schaffens gehören zur Romantik, andere bereits zum Realismus. Hugo bewegte sich gleichermaßen sicher in der Lyrik, im Roman und im Drama. Das literarische Schreiben verband er mit der politischen Publizistik. Diese Vielseitigkeit prägt das Bild seines Werkes: das Nebeneinander von Vers, Erzählprosa, Bühnenstück und engagierter Wortmeldung in den Fragen seiner Zeit.
Rezeption↑
In Frankreich gehört Victor Hugo bis heute zum engsten Kreis der bedeutendsten Autoren der nationalen Literatur. Neben Molière, Voltaire und Balzac gilt er vielen Franzosen als ihr größter Schriftsteller. Seine Stellung verdankt sich dem schieren Umfang und der Vielseitigkeit seines literarischen Werkes. Sie beruht ebenso darauf, dass er als politischer Publizist und Parlamentarier in das öffentliche Leben seines Landes eingriff.
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