1707 – 1793
Carlo Goldoni
Kurzporträt↑
Carlo Goldoni war ein venezianischer Komödiendichter und Librettist. Geboren wurde er am 25. Februar 1707 in Venedig. Gestorben ist er am 6. Februar 1793 in Paris. Neben seinem bürgerlichen Namen ist er auch unter dem Akademienamen Polisseno Fegejo überliefert. Diese Form war im Umfeld arkadischer Dichterzirkel gebräuchlich.
Biografie↑
Geboren wurde Carlo Goldoni am 25. Februar 1707 in Venedig. Diese Stadt war die Hauptstadt der gleichnamigen Republik. Sein Lebensweg führte ihn später nach Paris, wo er auch starb.
Goldoni starb am 6. Februar 1793 in Paris. Die Deutsche Biographie nennt dieses Datum korrekt. Eine in Wikidata verzeichnete Jahresangabe „1794" ist unzutreffend.
Die Deutsche Biographie führt für Goldoni eine ungewöhnlich umfangreiche Liste von Namensvarianten. In ihnen ist sein Werk durch die europäischen Sprachen gewandert: vom italienischen "Carlo Goldoni" über die latinisierte Form "Carolus Goldoni", das französische "Charles Goldoni" und das deutsche "Karl Goldoni" bis hin zu kyrillischen und griechischen Schreibungen wie "Karlo Golʹdoni" und "Karlo Gkolntoni". Neben dem bürgerlichen Namen ist auch der arkadische Beiname "Polisseno Fegejo" in zahlreichen Schreibweisen überliefert.
Literarische Merkmale↑
Goldoni schrieb Komödien und Libretti. Über die innere Gestalt seiner Stücke gibt das vorliegende Material keine ausgeführten Befunde her. Festhalten lässt sich allein die Zuordnung zu den darstellenden Künsten, in deren Fachinformationsdienst er als Person geführt wird.
Rezeption↑
Eine Spur seiner Wirkung über die italienischen Grenzen hinaus zeigt die Aufnahme Goldonis in den biographischen Apparat zu Goethes Korrespondenz. Die Deutsche Biographie verweist auf ihn im Zusammenhang mit den "Briefen an Goethe". Das deutet darauf hin, dass sein Name in den literarischen Zirkeln des deutschen Klassikers präsent war.
Ein weiterer Hinweis auf die internationale Reichweite seiner Werke ergibt sich aus der bemerkenswerten Vielfalt seiner Namensformen. Diese haben sich in den europäischen Bibliotheks- und Normdaten erhalten: von französischen, deutschen und lateinischen Varianten bis zu kyrillischen und griechischen Transkriptionen. Diese Streuung lässt erkennen, dass seine Stücke in den Theater- und Verlagsbetrieb zahlreicher Sprachräume eingegangen sind.
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