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Autoreneintrag · Daphne du Maurier
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Porträt Daphne du Maurier
Daphne du Maurier
1907 – 1989
– Autorenporträt –

Daphne du Maurier

1907 – 1989 · 81 Jahre

Die britische Schriftstellerin Daphne du Maurier verband in ihren Romanen und Erzählungen Spannung mit psychologischer Tiefe – weltweite Bekanntheit erlangte sie durch ihren Roman „Rebecca“, den Alfred Hitchcock verfilmte.

Kurzbiografie↑

Als britische Schriftstellerin schuf Daphne du Maurier Romane und Erzählungen, die Spannung mit psychologischer Tiefe verbinden. Sie wurde 1907 in London geboren und starb 1989 in Cornwall. Weltweite Bekanntheit erlangte sie durch den Roman Rebecca, den Alfred Hitchcock verfilmte; derselbe Regisseur brachte auch ihren Roman Jamaica Inn und ihre Kurzgeschichte Die Vögel auf die Leinwand. Cornwall, wo sie sich als junge Frau niederließ, wurde zum Schauplatz vieler ihrer Geschichten.


Biografie↑

Geboren wurde Daphne du Maurier am 13. Mai 1907 in London. Sie war eine Tochter des Schauspielers Gerald du Maurier und seiner Frau Muriel Beaumont sowie Enkelin des Schriftstellers George du Maurier. Ihre ältere Schwester Angela wurde später ebenfalls Schriftstellerin, die jüngere Schwester Jeanne Künstlerin. Die drei Mädchen wuchsen wohlbehütet in London und Paris auf, wo Daphne Privatunterricht erhielt.

Finanziell unabhängig, widmete sie sich dem Segeln und Reisen und schrieb nebenbei ihre ersten Kurzgeschichten. Mit neunzehn Jahren beschloss sie nach einem Urlaub in Cornwall, sich dort niederzulassen. Von da an spielten ihre Geschichten überwiegend an der englischen Küste. Im Jahr 1928 begann sie Kurzgeschichten zu schreiben, und 1931 veröffentlichte sie ihren ersten Roman Der Geist von Plyn. Das Buch brachte ihr den ersten Erfolg bei Publikum und Kritik und lenkte zugleich die Aufmerksamkeit ihres späteren Ehemannes auf sie, des Generals Frederick Browning. Die Heirat folgte 1932. Aus der Ehe gingen zwei Töchter und ein Sohn hervor. Als ihr Mann 1946 zum Knight geadelt wurde, erhielt sie den Höflichkeitstitel Lady Browning.

Berühmt machten sie die Romane Jamaica Inn und Rebecca, die beide von Alfred Hitchcock verfilmt wurden. Von 1943 bis 1969 bewohnte sie zur Miete das Anwesen 'Menabilly', das vermutlich als Vorbild für das fiktive Manderley diente, in dem der Roman Rebecca spielt. Die Verfilmung von 1940, mit Joan Fontaine und Laurence Olivier in den Hauptrollen, wurde mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet. 1963 folgte Hitchcocks Verfilmung ihrer Kurzgeschichte Die Vögel. Ähnlich erfolgreich war die Verfilmung ihrer Erzählung Dreh dich nicht um, die Nicolas Roeg 1973 mit Donald Sutherland und Julie Christie unter dem Titel Wenn die Gondeln Trauer tragen inszenierte. 1969 wurde du Maurier selbst durch Königin Elizabeth II. als Dame Commander des Order of the British Empire geadelt.

Zeitlebens rang sie mit ihren lesbischen Gefühlen. Von ihr stammt der Ausdruck „der Junge in der Schachtel“ (the boy in the box) als Bild für unterdrückte und verdrängte Empfindungen. Als sie wegen eines gerichtlichen Plagiatsvorwurfs um Rebecca in die USA reisen musste, verliebte sie sich in Ellen McCarter, die zweite Ehefrau ihres amerikanischen Verlegers Nelson Doubleday; diese soll spätere Werke inspiriert haben. Überdies wird ihr eine Beziehung zu Gertrude Lawrence nachgesagt.

In ihren letzten Jahren lebte sie zurückgezogen und schrieb ab 1977 nicht mehr. Daphne du Maurier starb am 19. April 1989. Über den genauen Sterbeort gehen die Angaben auseinander: Die Deutsche Biographie nennt Fowey in Cornwall, Wikidata verzeichnet allgemein Cornwall, und Wikipedia spricht von einem kleinen Fischerdorf bei St Blazey.


Literarische Merkmale↑

Kennzeichnend für ihre Romane und Erzählungen ist die Verbindung von Spannung und psychologischer Tiefe. Meist stellte sie Abenteuer und Romanzen in den Mittelpunkt, und zu ihrer Zeit galten diese Geschichten als melodramatisch. Neben ihren bekannten Spannungsromanen verfasste sie auch historische Romane, Theaterstücke und Biographien.


Rezeption↑

Trotz ihres großen Erfolgs beim Publikum und der hohen Ehrung als Dame Commander schätzten die englischen Literaturkritiker ihre Werke zu Lebzeiten nicht als hochwertig ein. Auch im Nachschlagewerk Daten der englischen und amerikanischen Literatur von 1890 bis zur Gegenwart von Wolfgang Karrer und Eberhard Kreutzer (dtv, München 1973) wird sie nicht erwähnt. Ihr Nachruhm knüpft sich vor allem an Rebecca: Auf der Liste The Top 100 Crime Novels of All Time der britischen Crime Writers' Association belegt der Roman Platz 8, auf der Liste The Top 100 Mystery Novels of All Time der Mystery Writers of America Platz 9. Bei einer Umfrage der BBC aus dem Jahr 2003 über den beliebtesten Roman aller Zeiten erreichte Rebecca unter 200 Titeln Platz 12.

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