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Das Lexikon der klassischen Literatur
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Porträt Fernando de Rojas
Fernando de Rojas
1465 – 1541
– Autorenporträt –

Fernando de Rojas

1465 – 1541 · 76 Jahre

Fernando de Rojas war ein spanischer Jurist, dessen Nachruhm bis heute allein auf seiner Tragikomödie „La Celestina“ beruht.

Kurzbiografie↑

Als spanischer Jurist und Schriftsteller des Spätmittelalters ist Fernando de Rojas allein durch ein einziges Werk in Erinnerung geblieben: die Tragikomödie La Celestina. Sie erschien 1499 zunächst unter dem Titel Comedia de Calisto y Melibea. Rojas wurde zwischen 1461 und 1476 in La Puebla de Montalbán bei Toledo geboren und starb 1541. Er stammte aus einer ursprünglich jüdischen Familie, die wahrscheinlich zum Christentum übertrat. Den Lebensunterhalt verdiente er als Jurist, nicht mit der Feder.


Biografie↑

Geboren wurde Fernando de Rojas nach den vorliegenden Angaben irgendwann zwischen 1461 und 1476. Das genaue Datum ist unsicher: Wikidata nennt das Jahr 1465, die Deutsche Nationalbibliothek dagegen 1470. Auch der Geburtsort ist in der Überlieferung umstritten. Wikidata verzeichnet La Puebla de Montalbán in der heutigen Provinz Toledo, während die Deutsche Nationalbibliothek Toledo selbst angibt.

Seine Familie war ursprünglich jüdisch; wahrscheinlich trat sein Großvater zum Christentum über. 1488 ging Rojas nach Salamanca. Dort studierte er Jura, Latein, Philosophie und weitere Fächer. Seit 1507 lebte er in Talavera, wo er als Jurist sein Geld verdiente. In Talavera lernte er auch seine spätere Frau Leonor Alvárez de Montalbán kennen, die ebenfalls aus einer konvertierten Familie stammte. 1538 wurde er Bürgermeister der Stadt. Rojas starb 1541 in Talavera de la Reina.


Literarische Merkmale↑

Sein schriftstellerisches Ansehen ruht ganz auf einem einzigen Werk. La Celestina ist als Tragikomödie überliefert und erschien 1499 zuerst unter dem Titel Comedia de Calisto y Melibea. Weitere literarische Arbeiten sind von ihm nicht bekannt.


Rezeption↑

Bekannt geblieben ist Fernando de Rojas als Verfasser einer einzigen Dichtung. Diese Tragikomödie wurde 1499 erstmals gedruckt und ist bis heute der Grund, aus dem sein Name überliefert wird. Sein bürgerliches Leben verlief unterdessen im Rechtswesen der Stadt Talavera.

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