1876 – 1938
Sharat Chandra Chattopadhyay
Kurzbiografie↑
Sharat Chandra Chattopadhyay war ein bengalischer Schriftsteller des frühen 20. Jahrhunderts. Geboren wurde er 1876 in Debanandapur, gestorben ist er 1938 in Kolkata. In seinen Romanen und Erzählungen zeigt er die Gesellschaft des ländlichen Bengalen: verarmte Kleinbürger, soziale Unterdrückung und Aberglaube. Häufig stehen Frauen im Mittelpunkt seiner Geschichten. Bekannt wurde er erst nach 1913, danach galt er als bekannter und beliebter Autor; viele seiner Bücher wurden verfilmt.
Biografie↑
Aufgewachsen ist Sharat Chandra Chattopadhyay im Distrikt Hugli, und zwar in Armut. Geboren wurde er am 15. September 1876 in Debanandapur.
Um 1900 begann er zu schreiben. 1903 erhielt er eine niedere Beamtenstellung bei der Burma Railways Company in Rangun. Der Broterwerb in der Verwaltung und das Schreiben liefen also eine Zeit lang nebeneinander her.
Obwohl er bereits zahlreiche Geschichten verfasst hatte, wurde er erst nach 1913 zu einem bekannten und beliebten Autor. In diesem Jahr erschien Baradidi. Es folgten Charitrahin (1917) und Grihadaha (1920). Sein Romanzyklus Shrikanta erschien in vier Bänden: 1917, 1918, 1927 und 1933. 1926 kam Pather Dabi heraus.
Seine Bücher fanden früh den Weg auf die Leinwand. Besonders oft verfilmt wurden Debdas (1917) und Parinita (1914).
Sharat Chandra Chattopadhyay starb am 16. Januar 1938 in Kolkata. Sein Name erscheint in Bibliothekskatalogen und Nachschlagewerken in sehr vielen Schreibweisen, von Saratchandra Chatterjee bis Śaratcandra Caṭṭopādhyāẏa; verbreitet ist auch die Kurzform Chatterjee.
Literarische Merkmale↑
Seine Romane schildern das Leben verarmter bengalischer Kleinbürger. Diese Menschen sind in ihren eigenen Vorurteilen gefangen und leben zugleich in sozialer Härte und nationaler Unterdrückung. Aberglaube und soziale Unterdrückung sind wiederkehrende Themen. Auffällig ist, dass häufig Frauen im Mittelpunkt der Erzählungen stehen. Sein Blick richtet sich dabei auf das ländliche Bengalen und dessen Gesellschaft.
Rezeption↑
Bekannt und beliebt wurde Sharat Chandra Chattopadhyay erst nach 1913, obwohl er da schon zahlreiche Geschichten geschrieben hatte. Seine Werke haben zahlreiche Verfilmungen erfahren, insbesondere Debdas und Parinita. Im deutschen Sprachraum wurde er unter anderem im Nachschlagewerk „Fremdsprachige Schriftsteller“ verzeichnet, das Thomas Silberstein bearbeitete und Gerhard Steiner herausgab.
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